Unsere Ehrengäste
Verehrte Damen und Herren,
mit großer Freude kündigen wir die Ankunft unserer hochgeschätzten Ehrengäste an. Sie werden unseren
Rokokoball mit ihrer Anwesenheit bereichern und dem Abend einen ganz besonderen Glanz verleihen.
Wir laden Euch aufs herzlichste ein, den feierlichen Einzug unserer Ehrengäste gemeinsam zu erleben und sie mit
zu empfangen, wie es der festlichen Tradition eines Balles im Rokoko gebührt.
Möge dieser Abend erfüllt sein von Eleganz, Anmut und Lebensfreude – ganz im Geiste der glanzvollen
höfischen Feste des 18. Jahrhunderts.
Gastgeber Erzdiakon Friedrich Germanus Lüdke
geb. 1730 in Stendal; gestr. 1792 in Berlin. Er ist ein bedeutender protestantischer Theologe der Aufklärung, Schriftsteller theologischer Werke und Feldprediger im Siebenjährigen Krieg. Nach seinem Studium in Halle wirkte er zunächst als Hofmeister bei dem preußischen Justizminister Levin-Friedrich von Bismarck. Ab 1758 diente Lüdke als Feldprediger in schlesischen Regimentern der preußischen Armee und veröffentlichte mehrere Predigten sowie theologische Schriften. 1765 wurde er auf Empfehlung des Generalmajors Karl Christoph von Zeuner an die Nikolaikirche in Berlin berufen, wo er später das Amt des Erzdiakons (Pfarrer auf die zweite Pfarrstelle) übernahm. Lüdke galt als engagierter Vertreter der evangelischen Aufklärung und erfüllte sein kirchliches Amt mit großer Hingabe. Nach seinem Tod hielt der Berliner Propst Johann Friedrich Zöllner die Gedächtnispredigt. Bis heute wird Lüdke als einer der bedeutenden evangelischen Theologen des 18. Jahrhunderts angesehen.
Es handelt sich hier um eine historische Persönlichkeit und keine ausgedachte Rolle.
Friedrich Germanus Lüdke
Darsteller
Fürstbischof Julius von Schönrain-Sandelbach
geboren um das Jahr 1710. Sohn einer reichen fränkischen Adelsfamilie und erzogen nach der Katholischen Glaubenslehre ist seine Eminenz 1730 zum Priester geweiht worden wo er anschließend als Privatsekretär und Berater im Hochstift zu Würzburg bei Friedrich Karl von Schönborn tätig war. Um das Jahr 1740 wurde er auf Empfehlung in den Vatikan berufen und für seine hervorragende Dienste 1750 zum Bischof geweiht. 1755 wurde er in den Kardinalsstand erhoben und gleichzeitig zum Emissär des Apostolischen Hauses ernannt. Ebenso wurde er zum Generalprior des Ritterordens Agnus Dei gewählt dessen Mitglied er seit 1740 ist.
Bei dieser Rolle handelt es sich um eine fiktive Persönlichkeit der Geschichte.
Julius Schönrain-Sandelbach
Darsteller
Fürstprimas Michał Jerzy Poniatowski
geb. 1736; gestr. 1794. Er ist ein einflussreicher polnischer katholischer Geistlicher, der letzte Primas von Polen-Litauen (I. Rzeczpospolita) und der jüngere Bruder des Königs Stanisław August Poniatowski. Er gilt als einer der intelligentesten, aber auch umstrittensten Politiker Polens während der Aufklärung.
Es handelt sich hier um eine historische Persönlichkeit und keine ausgedachte Rolle.
Michał Jerzy Poniatowski
Darsteller
Reichsgraf Andreas zu Tannfurt und Reichsgräfin Konstantia Amalia zu Tannfurt geb. Freiin von Reinhardsbrunn und Rosenau
Das Geschlecht der Tannfurt’s wurde 1109 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Reinhardsbrunn erstmalig urkundlich erwähnt. Von Friedrich dem Großen wurde Andreas zu Tannfurt zum Reichsgrafen erhoben. Die von Tannfurt siedeln noch heute an besagter Furt. Unser Gastgeber hat den Reichsgrafen und die Reichsgräfin zum Ball auf Schloss Rydzyna (Schlesien) angetroffen und freut sich nun auf die Anwesenheit seiner Freunde auf Schloss Hundisburg.
Bei diesen Rollen handelt es sich um fiktive Persönlichkeiten der Geschichte.
Reichsgraf Heinrich von Bünau und Reichsgräfin Christiane Elisabeth
von Bünau geb. von Arnim
Die Familie von Bünau gehört zum alten sächsischen Uradel und wurde 1166 erstmals urkundlich erwähnt. Sie zählt zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern des Meißner Uradels. Heinrich von Bünau war einer der bedeutendsten Vertreter der Familie. Er wurde 1726 königlicher Kammerherr, 1727 Präsident des Oberkonsistoriums in Dresden, 1731 Ritter des Johanniterordens und 1742 von Kaiser Karl VII. in den Reichsgrafenstand erhoben. In den folgenden Jahren bekleidete er zahlreiche hohe Ämter, darunter erster Reichshofrat, kaiserlicher geheimer Rat, Minister in Dänemark, Statthalter in Weimar und Eisenach sowie Premierminister des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach (1755). Er besaß eine bedeutende Bibliothek mit 46.000 Bänden, die nach der des Grafen Brühl die zweitgrößte in Sachsen war. Bekannt ist zudem der „Catalogus Bibliothecae Bunavianae“. Unser Gastgeber hat den Reichsgrafen und die Reichsgräfin zum Ball auf Schloss Rydzyna (Schlesien) angetroffen und freut sich nun auf die Anwesenheit seiner Freunde auf Schloss Hundisburg.
Es handelt sich hier um historische Persönlichkeiten und keine ausgedachten Rollen.
Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau, Herzogin zu Sachsen, Engern und Westphalen, Gräfin zu Askanien und Hofrath Dr. George Friedrich Richter
Anna Wilhelmine Prinzessin von Anhalt-Dessau, Tochter des Fürsten Leopold I., war eine kunstsinnige und wirtschaftlich versierte Prinzessin. Sie erhielt das Gut Mosigkau und ließ dort Schloss Mosigkau als ihren Sommersitz errichten. Neben der Verwaltung eigener und familiärer Güter widmete sie sich der Förderung adeliger Frauen und stiftete testamentarisch ein Hochadliges Fräuleinstift, das bis 1945 bestand.
Hofrath Dr. George Friedrich Richter studierte in Leipzig Rechtswissenschaft, dass er mit als Dr. jur. abschließt. Er war Hofrat und Geheimer Rat der Hochfürstlichen Durchlaucht Anna Wilhelmine zu Anhalt- Dessau. Zugleich engster Vertrauter der Prinzessin und gelegentlich vorgeschriebene männliche Begleitung bei höfischen Anlässen. Später auch Stiftsrat des Hochadligen Fräuleinstift zu Mosigkau.
Es handelt sich hier um historische Persönlichkeiten und keine ausgedachten Rollen.
Job Karl Friedrich von Dornstedt-Gerlitz, Oberstleutnant des 26. Infanterieregiments und Generalkommissar seiner Majestät
entstammt einem alten preußischen Adelsgeschlecht, das erstmals 1228 urkundlich erwähnt wurde. Die Familie war zunächst vor allem im Raum Halle ansässig und siedelte später nach Potsdam über. Sie verfügt über umfangreiche Besitzungen, insbesondere ausgedehnte Waldungen im Raum Halle und Potsdam sowie, durch Heirat, über Besitzungen im Raum Schwabach in der Markgrafschaft Brandenburg‑Ansbach. Bekannt wurde das Haus unter anderem durch die Dornstetter Holz- und Kutschenmanufakturen sowie durch seine evangelisch-lutherische Prägung. Durch den weitreichenden Handel der Manufakturen unterhält die Familie zudem gute Beziehungen nach Hannover und England. Von Dornstedt-Gerlitz trat früh in den preußischen Militärdienst ein und gelangte unter der besonderen Protektion des Regimentschefs von Meyerinck zum Oberstleutnant und Regimentskommandeur des Infanterieregiments Nr. 26. Bereits in dieser Stellung wurde er von König Friedrich II. zum Generalkommissar für Franken berufen und in Friedenszeiten mit besonderen Aufgaben in den fränkischen Territorien betraut. In dieser Funktion erwies er sich als Vermittler zwischen dem preußischen König und den verschiedenen Höfen und Herrschaften Frankens. Als Angehöriger eines alten preußischen Hauses ist von Dornstedt-Gerlitz von ausgeprägtem Ehrgefühl und Standesbewusstsein, sowie von eiserner militärischer Disziplin und höfischer Gewandtheit geprägt. Er ist der Krone und Friedrich II. uneingeschränkt ergeben und versteht sich als treuer und zuverlässiger Vertreter preußischer Interessen.
Bei dieser Rolle handelt es sich um eine fiktive Persönlichkeit der Geschichte.